Elektrostatik in der Wohnung

Elektrostatische Aufladung kann beispielsweise durch das Zusammenspiel von trockener Heizungsluft und Kunststoffsohlen erzeugt werden. Wir geben Ihnen ein paar Tipps, wie Sie den Funkenflug reduzieren können.


Schnell hat man sich einen elektrischen Schlag geholt, da reicht es über einen Teppich zu gehen und dann eine Türklinke anzufassen. Dieses Phänomen war bereits den alten Griechen bekannt, die herausfanden, dass sich Bernstein durch Reibung elektrisch auflädt.

 

Blitze sind Elektrostatik in der Natur

Elektrostatik heißt so viel wie ruhende Elektrizität und ist die Bezeichnung für dieses Phänomen. Es können Spannungen von tausenden von Volt erreichen. Bei über 3000 Volt kommt es sogar zur Funkenbildung, welche am Himmel als Blitze sichtbar werden. Bei Gewittern handelt es sich nämlich auch um Elektrostatik, bloß in größerem Ausmaß als im heimischen Wohnzimmer. Die Wolken laden sich an der Erdoberfläche und an anderen Wolken auf, bis es durch einen kräftigen Blitz zur Entladung kommt.

 

Kunststoff als „Übeltäter“

Meist sind in der Wohnung Kunstfasern die „Übeltäter“ für elektrostatische Ladung. Es reicht schon, über einen Teppich zu laufen und sich dann an einem Handlauf festzuhalten oder sich auf einen Sessel mit Kunstfaser-Bezug zu setzen, um einen Schlag zu bekommen. Aber auch Gardinen aus Kunstfasern laden sich mitunter auf. Das lässt sich herrlich beobachten. Wenn man ganz langsam an der Gardine vorbei geht, wird sie sich ganz leicht, wie durch einen Luftzug, bewegen, wenn sie elektrostatisch aufgeladen ist.

 

Staub in der Schwebe

Auch wenn die elektrostatische Aufladung im Haus unangenehm ist, so ist sie doch harmlos. Dennoch birgt sie für Hausstauballergiker Gefahren, weil ein aufgeladener Teppich dafür sorgt, dass Staubteilchen in der Luft hängen bleiben, statt sich im Boden abzusetzen. So wird der Staub dauernd eingeatmet, was wiederum zu allergischen Reaktionen führen kann.

 

So können Sie elektrostatische Aufladungen vermeiden:

Trockene Luft fördert statische Aufladungen, deswegen sollte die eine relative Luftfeuchtigkeit von rund 50 Prozent herrschen, um elektrostatische Aufladung zu vermindern.


Kunststoffböden sollten durch natürliche Materialien wie Holz oder Stein ersetzt werden. Ist dies nicht möglich, sprühen Sie Teppichböden mit hohem Kunststoffanteil regelmäßig leicht mit Wasser ein.


Hängen Sie Gardinen mit keinem oder nur sehr geringem Kunstfaseranteil auf.


Verzichten Sie auf das Tragen von Textilien aus Kunstfasern oder Seide. Schuhe sollten möglichst Sohlen aus Naturmaterialien wie Leder besitzen, um vor elektrostatischer Aufladung zu schützen.


Auch Salzlampen oder spezielle Ionisatoren leisten gute Dienste im Kampf gegen Elektrostatik. Durch Ihre Benutzung wird bewirkt, dass die Luft ganz schwach elektrisch leitet, so können Staubteilchen nicht mehr in der Schwebe gehalten werden und dadurch wird die Luft sauberer.

 

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